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ISSN 1214-8725
Číslo/Ročník/Rok: 3/II/2005 - Summer 2005

An meine Freunde (dokument doby)

Autor: Milan Machovec
Abstract: Mým přátelům. – Milan Machovec píše 23. srpna 1968 provolání svým přátelům, univerzitním kolegům, vědcům a studentům celého světa s žádostí o každou možnou pomoc nejen v situaci vyvolané invazí vojsk do Československa, ale též pro ideály socialismu s lidskou tváří – socialismu spojenému s idejemi humanismu, budovanému v Československu pod vedením Alexandra Dubčeka. Věří, že nedojde k identifikaci okupace s komunismem jako takovým ani k odsouzení všech sovětských občanů kvůli úzké skupině politických dobrodruhů, kompromitující marxismus, zahrávající si s budoucností Sovětského svazu, jenž je intervencí veden na okraj propasti. Praktiky sovětského vedení jsou bezskrupulózní.

 

Úvodem

(Připravili Martina Průková a Pavel Žďárský.)

„Všemu lidu Československé socialistické republiky. Včera, dne 20. srpna 1968 kolem 23. hodiny překročila vojska Sovětského svazu, Polské lidové republiky, Německé demokratické republiky, Maďarské lidové republiky a Bulharské lidové republiky státní hranice ČSSR. Stalo se tak bez vědomí prezidenta republiky, předsednictva Národního shromáždění, předsednictva vlády i prvního tajemníka ÚV KSČ a bez vědomí těchto orgánů. Předsednictvo ÚV KSČ vyzývá všechny občany republiky, aby zachovali klid a nekladli postupujícím voskům odpor, protože obrana našich státních hranic je nyní nemožná.“ Tato slova paralyzovala noční posluchače rozhlasu v prvních minutách 21. srpna. Na ruzyňském letišti začaly přistávat vojenské letouny s vojáky a těžkou bojovou technikou. Iluze o socialismu s lidskou tváří byla mrtva. O úspěch experimentu s reformováním komunistického režimu neměl zájem ani východní – a ani západní blok bipolárně rozpolceného světa.

Milan Machovec na jaře 1968 kromě dalších aktivit spoluzaložil Společnost pro lidská práva a později se stal jejím předsedou. Během vpádu vojsk Varšavské smlouvy na naše území pobýval na Wagnerovském festivalu v Bayreuthu. V den svých 43. narozenin, 23. srpna, začal sepisovat prohlášení ostře odsuzující invazi jako „strašlivý den našich dějin“. Provolání zveřejnila řada zahraničních listů: Neues Forum 1968/176–177, s. 520–521; Die Zeit, Hamburg; Baugerist, Sept. 1968, s. 327–330, Nürnberg; Evangelische Kommentare, Sept. 1968, s. 464–465, Stuttgart; Zeitdienst 13. 9. 1968, s. 223–225, Zürich; Nationalzeitung, Basel; Le Monde 10. 9. 1968, s. 3, Paris; Praga 1968, s. 497–503, Bari, Dezember 1968. (Bibliografické údaje citovány dle NOVÁK, T., Milan Machovec. Monografie se zaměřením na teologickou problematiku, Disertační práce UK HTF, Praha 1997.)

V prohlášení se Milan Machovec obrací ke svým přátelům, univerzitním kolegům, vědcům a studentům celého světa s žádostí o každou možnou pomoc vztahující se nejen k aktuální, politicky vyhrocené situaci, ale též k ideálům spjatým s úsilím o budování socialismu s lidskou tváří. Svou výzvu adresuje těm, jimž je blízký ideál socialismu spojený s idejemi humanismu, v Československu uskutečňovaný pod vedením Alexandra Dubčeka. Vyjadřuje přesvědčení, že nedojde k identifikaci okupace s komunismem jako takovým ani k odsouzení všech sovětských občanů kvůli úzké skupině politických dobrodruhů, kompromitující marxismus, zahrávající si s budoucností Sovětského svazu, který – nedojde-li k přiznání omylu a odchodu vojsk – je veden na okraj propasti, i s budoucím vývojem celého světa. Milan Machovec vyzývá všechny, na něž se svým prohlášením obrací, k úsilí přinést pravdu o Československu do Moskvy v naději na korigování tohoto chybného kroku, a to navzdory bezskrupulózním praktikám ze strany sovětských mocenských představitelů, kteří se již ani nesnaží dát svým činům zdání pravdy.

Text vydáváme v plném znění u příležitosti nedožitých 80. narozenin Milana Machovce a 37. výročí vojenské intervence.

An meine Freunde,
zugleich auch an alle anderen Universitäts-Kollegen, Wissenschaftler und Studenten der ganzen Welt!

Der schrecklichste Tag unserer Geschichte hat mich außerhalb des tschechoslowakischen Gebietes getroffen. Im Unterschied zu den meisten anderen Kollegen der Karlsuniversität Prag, im Unterschied zu meinen Mitarbeitern in der Tschechoslowakischen Gesellschaft für die Menschenrechte und zu anderen Philosophen und Schriftstellern, die zur Zeit von den Okkupanten kontrolliert oder sogar verhaftet werden, habe ich jetzt eine gewisse Möglichkeit und deswegen auch Pflicht, meine Freunde und alle Kollegen an den Hochschulen und in wissenschaftlichen Instituten, alle Philosophen und Humanisten zu bitten um jede mögliche Hilfe nicht nur für unser Volk, sondern für die noch mögliche Rettung der so schrecklich verletzten Ideale der Entspannung, der Menschenwürde und des Friedens.

Meine Freunde, Sie kennen mich aus vielen Konferenzen und Vorträgen in allen Teilen Europas als einen unter mehreren tschechoslowakischen Philosophen, die wir uns nicht ganz erfolglos bemüht haben, dem Sozialismus – wie Alexander Dubcek immer betonte – ein „recht menschliches Gesicht“ auch auf dem Boden der marxistischen Theorie zu geben. Ich persönlich arbeitete vor allem auf dem Gebiete des hoffnungsvoll keimenden Dialogs zwischen den marxistischen Atheisten und den Gottgläubigen – und will auch weiter da arbeiten.

Ich kenne vor allem ausführlich die Situation und Entwicklung in meiner Heimat und kann Ihnen, besonders den linksorientierten und marxistischen Kollegen, verehrte Freunde, mein Ehrenwort geben, daß es in der Tschechoslowakei vor der sowjetischen Aggression überhaupt keine „Konterrevolution“ oder „Antisozialismus“ gab, sondern daß die absolute Mehrheit der Bevölkerung begeistert war für den Sozialismus, für Humanisierung und Demokratisierung auf den sozialistischen, ökonomischen und politischen Grundlagen, für Alexander Dubcek als den führenden Erneuerer der humanistischen Prinzipien der Kommunistischen Partei der Tschechoslowakei. Ich versichere Ihnen als Kenner der Situation, daß nicht nur gewisse „Kreise“ der Studenten oder der Schriftsteller, sondern sowohl früher als auch jetzt die absolute Mehrheit der Bevölkerung hinter Dubcek steht; daß diese nicht für „Rückkehr zum Kapitalismus“, sondern für den humanistischen Sozialismus begeistert war und ist.

Das tschechoslowakische Volk arbeitete ruhig oder erholte sich in den Urlauben. Was zum Beispiel die offizielle DDR-Propaganda in den letzten Wochen vor der sowjetischen Aggression – schändlich und dumm zugleich – „schleichende Konterrevolution“ nannte, das waren umgekehrt verschiedene Symptome dafür, wie sich die Autorität der humanistisch erneuerten Kommunistischen Partei der Tschechoslowakei von Woche zu Woche in den Augen aller Öffentlichkeit verfestigte; das waren Symptome dafür, daß wir den Sozialismus jetzt nicht nur als Angelegenheit der Macht, nicht nur als Angelegenheit des sozialen Wohls der Arbeiter, sondern auch der moralischen und geistigen Werte aufzufassen begannen und in Frieden und verantwortlicher Freundschaft zu anderen sozialistischen Staaten, vor allem zur Sowjetunion, zu verwirklichen suchten: so Werte wie Gewissensfreiheit, Pressefreiheit, strenges Beachten der humanistischen Gesetze, innere Wahrhaftigkeit, nur menschenwürdige gewaltlose Mittel zur Lösung der Meinungsverschiedenheiten.

So wuchs von Woche zu Woche das echte Glück der freien sozialistischen Menschen, die nicht mehr die Lügen oder Halbwahrheiten, nicht mehr nichtssagende, propagandistische Phrasen für „Wahrheit“ öffentlich ausgeben mußten. So haben wir die zweite Phase der Aufgaben, wie sie schon Karl Marx für die sozialistische Bewegung bestimmte, zu verwirklichen begonnen, im Einklang mit der uralten demokratischen spezifischen Tradition unseres Landes – wir wollten aber niemandem unsere Wege aufzwingen und vorschreiben.

Ich wende mich deswegen an alle Kollegen mit folgenden Bitten:


1. Aufs tiefste im Herzen leidend mit meinem jetzt blutenden Volk bitte ich Sie als tschechoslowakischer Patriot, doch in erster Linie die abscheuliche Gewalttat der Okkupation mit der Lage des Kommunismus nicht zu identifizieren. Ich bitte alles das, was jetzt geschieht, zum Beispiel die beispiellose piratenhafte Verschleppung der besten tschechoslowakischen Menschen, nicht als Schuld aller teilnehmenden belogenen sowjetischen und anderen Staatsbürger zu betrachten. Es ist die häßliche Schuld nur jener kleinen Gruppe der jetzigen Machthaber, welche die Leninschen Ideen des Internationalismus und der Anerkennung des Völkerrechts entstellt hat und so den Marxismus kompromittiert – zum Nutzen von Reaktionären der ganzen Welt, zur Freude von Faschisten und Kolonialisten. Es ist zwar ganz sicher, falls jene Gruppe diesen Fehlschlag nicht schnell korrigiert, daß sie gesetzmäßig bald ähnlich auf der Anklagebank der Geschichte ihr Ende nimmt wie Jagoda, Berija usw. – aber wieviele Millionen Unschuldiger werden inzwischen leiden müssen?

Ich bitte also alle Kollegen und Freunde, mittels aller möglichen Wege (z. B. mittels der Kontakte mit den sowjetischen Wissenschaftlern und Schriftstellern) die Wahrheit über die Tschechoslowakei (wie auch die kommunistische Bewegung der ganzen Welt von Peking bis Rom diesen tragischen Fehlschlag der Sowjets verurteilt) nach Moskau zu bringen: die „Meister der Kultur“ – wie Maxim Gorkij sie ansprach – müssen informiert werden, dürfen nicht schweigen, müssen um jeden Preis den Weg zu den Abgeordneten des Höchsten Sowjet finden. – Der Höchste Sowjet der UdSSR kann noch wenigstens etwas von der Ehre des Landes Lenins retten, kann den tragischen Fehlschlag der abenteuerischen Gruppe korrigieren!

Dies ist meiner Meinung nach der allerwichtigste Weg, wie alle ehrlichen Menschen der Welt noch auf eine friedliche Weise unserem blutenden Volk und vor allem dem Fortschritt, ja der Rettung der Menschheit vor der Katastrophe des dritten Weltkrieges Hilfe leisten können. Gelingt es nicht, wird die Sowjetunion für lange Jahrzehnte als unberechenbarterroristischer Staat zum Schreckgespenst nicht nur für die ehrlichen Nichtkommunisten, sondern auch für die so gelähmten Kommunisten dastehen, umgekehrt für die schlimmsten imperialistischen Kreise als willkommene Begründung der Machtblockpolitik, des Ausbeutens der kleineren Völker, der bis zur Absurdität steigenden Waffenproduktion. Die sowjetische Okkupation der Tschechoslowakei ist zugleich ein heimtückischer Schlag in den Rücken der südamerikanischen und anderer sozialen Befreiungsbewegung.

2. Was jetzt die mögliche Hilfe aus dem sogenannten Westen und aus der sogenannten Dritten Welt betrifft, will unser kleines Volk vielleicht sogar in Ketten seine Würde bewahren: nicht jeden bitten wir um Hilfe. Das Volk von Hus und Masaryk, welches jetzt als seine epochegemäße Aufgabe angenommen hat, das Ideal des Sozialismus (als einer sozialen Gerechtigkeit für alle ehrlich Arbeitenden) mit der Idee des Humanismus (als Summe von allen geistigen und moralischen Werten) unter Dubceks Leitung zu verbinden, bittet nicht diejenigen um Hilfe, welche sich selbst ähnlich wie die jetzigen sowjetischen Machthaber anderswo in der Welt gegen die kleinen Nationen schuldig machen: nicht solche Kreise, welche den Sozialismus und revolutionäre Bewegungen prinzipiell hassen; sondern wir wenden uns vor allem an alle Kommunisten und Sozialisten in allen fünf Kontinenten, weiter an die fortschrittlichen Demokraten und Humanisten. Wir bitten: dulden Sie eben jetzt nicht die nun so billige Stärkung der blinden antikommunistischen Welle!

Unterscheiden Sie eben jetzt viel tiefer, prüfen Sie eben jetzt zum Beispiel in Amerika Ihre Asienpolitik nach! Und wenn wir Tschechen und Slowaken vielleicht jetzt in Tausenden für das Ideal des humanistischen Sozialismus und der Befreiung aller Menschen würden sterben müssen, nehmen Sie eben deswegen diese Ideale als Ihre Aufgabe an! Denn letzten Endes gibt es für die Menschheit kein anderes allgemein akzeptables Programm als das Programm des humanistischen Sozialismus mit dem Respekt gegenüber den nationalen Unterschieden: alles andere ist nur organisierter Egoismus oder organisierte Barbarei.

3. Was direkt die Lage in der Tschechoslowakei betrifft, bleiben wir unerschüttert: wir stehen fest hinter unseren legal gewählten Organen, besonders hinter dem „Liebling des Volkes“ Alexander Dubcek. Es ist freilich möglich, daß die Aggressoren in künftigen Tagen eine kleine Handvoll Kollaborateure finden werden – gewisse amoralische Elemente könnte doch jeder Aggressor immer und überall finden. Aber ich bin fest überzeugt, daß es bei uns in diesem Fall nur sehr wenige solcher Individuen geben wird, welchen dann unsere Kommunisten und das ganze Volk keinen Glauben schenken werden und welche aus Angst vor der gerechten Strafe den Mut nicht finden werden, aus den sowjetischen Panzern auszusteigen. Wenn es nicht zugleich Grundlage von Märtyrerwegen wäre, würde es fast humorvoll wirken, wie jetzt die sowjetische Agentur TASS betont, daß in der Sache der angeblichen „Konterrevolution“ in der Tschechoslowakei sich Volkschina mit dem amerikanischen und westdeutschen Imperialismus vereinigt hat. So tief ist die jetzige revisionistische und chauvinistisch-machthaberische Moskauleitung gesunken, daß sie solche phantastischen Märchen der Öffentlichkeit für „Wahrheit“ vorschreiben will.

Glauben Sie deshalb den Okkupanten kein einziges Wort! Glauben Sie nicht, wenn die Okkupanten in den künftigen Tagen vielleicht mit Erfolg sogar gewisse bisher als ehrlich bekannte tschechoslowakische Politiker zwingen werden zu gewissen Selbstanklagen und Zugeständnissen: gewisse Methoden der sowjetischen „Justiz“ sind jetzt allgemein gut bekannt (durch die Sowjets selbst seit dem XX. Parteitag vor die Öffentlichkeit gebracht) – leider haben wir uns getäuscht, als wir geglaubt hatten, daß so etwas seit dem XX. Parteitag 1956 nur der Vergangenheit angehört. Der Unterschied steckt nur darin, daß damals in den Monsterprozessen die einzelnen Menschen, jetzt jedoch ein ganzes Land gezwungen werden soll zu der Selbstanklage von einer angeblichen, phantastischen „Konterrevolution“ und zu der Dankbarkeit gegenüber den „klassenbrüderlichen Befreiern“ – das heißt, zu den zugleich mordenden Aggressoren. So schrecklich hat schöne Ideale wahrscheinlich noch niemand kompromittiert. Darf die kommunistische Bewegung so etwas dulden? Allerdings – falls sie den Sinn des Marxismus und sich selbst ganz verraten möchte.

Würde in den künftigen Jahren überhaupt noch jemand die sowjetische Diplomatie und sowjetische Versprechen und Unterschriften ernst nehmen, wenn jetzt im Weltsicherheitsrat und durch das Fernsehen vor den Augen von Hundertmillionen Menschen der ganzen Welt der sowjetische Delegierte nicht nur unverschämt lügt (besonders, daß die tschechoslowakische Regierung angeblich die sowjetischen Truppen zur Okkupation eingeladen hat, obwohl er keine Beweise bringt, keinen Namen hat, obwohl sogar der anwesende tschechoslowakische Außenminister es klar widerlegt); ja dieser bedauernswerte sowjetische Delegierte bemüht sich fast nicht mehr, dieser Lüge einen Schein der Wahrheit zu geben; es ist Hundertmillionen hellklar, daß er selbst weiß, daß er lügt und daß es alle wissen. Oder wenn er die Proteste gegen die Aggression als „Einmischung in die inneren Angelegenheiten“ der Tschechoslowakei bezeichnet. Es gibt für die Sowjets nur eine einzige Lösung: das tapfere Zugeständnis des Irrtums, das Korrigieren des Fehlschlags, den möglichst schnellen Rückzug der Okkupationstruppen. Der Versuch jeder anderen Lösung müßte die Sowjets früher oder später an den Rand der Katastrophe bringen.

Ich möchte zum Schluß ein Stichwort eines Politikers applizieren, der zwar meinen politischen Ansichten fernsteht, aber den ich als den Helden der französischen Befreiungsbewegung zugleich verehre: der humanistische Sozialismus hat eine Schlacht verloren, aber nicht den endgültigen Sieg. Zum ABC des Leninismus gehört doch auch: der Sozialismus kann nur Angelegenheit der freien Menschen, der freien Nationen sein. Vertauscht man ihn mit dem exportierten Panzersozialismus für versklavte Vasallenländer, ist alles entstellt und kompromittiert. Ich bin auch in der tragischen Stunde unserer Geschichte stolz auf unsere Studenten und jungen Arbeiter in Prag, die den Panzern gegenüber die nackte Brust oft mutig stellen, welche die belogenen Soldaten zwar nicht selbst angreifen, aber mit den Aggressoren nie zusammenarbeiten werden.

Gewaltloser Widerstand, non-cooperation und fester Glaube an die Wahrheit – das sind jetzt die Waffen dieser tschechoslowakischen Arbeiter und der sozialistischen und kommunistischen Intelligenz, gegen welche die Aggressoren jetzt in Prag ratlos und in Verwirrung stehen. Da, in diesen mutigen tschechoslowakischen Herzen, wird der Kommunismus geboren, gegen welchen jeder beliebige Imperialismus und revisionistische Taktik und Machtmittel kapitulieren werden. Russen nach Hause – das ruft jetzt die ganze tschechoslowakische fortschrittliche Bewegung! Zu Hause lernt kommunistisch zu leben, das heißt, alle Werte und Tiefen des menschlichen Lebens und Zusammenlebens jedem menschlichen Wesen zu öffnen.

Am 23./24. August 1968

Milan Machovec
Professor an der Karlsuniversität Prag
Präsident der Tschechoslowakischen Gesellschaft für die Menschenrechte

In Druck gegeben durch einen Freund.


 
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